Über antike griechische Kriegsschiffe.

Eine Trireme (abgeleitet vom Lateinischen: „tres remi“: „Dreiruderer“; Griechisch Τριήρης, wörtlich „Dreiruderer“) war eine Art Galeere, ein Kriegsschiff der hellenistischen Ära, das von den antiken Seefahrerkulturen des Mittelmeers, insbesondere den Phöniziern, alten Griechen und Römern, verwendet wurde.

Geschichte

Die Triere verdankt ihren Namen den drei vertikalen Ruderreihen auf jeder Seite, die jeweils mit einem Mann pro Ruder besetzt sind. Die frühe Triere entwickelte sich aus der Penteconter, einem antiken Kriegsschiff mit einer einzigen Reihe von 25 Rudern pro Seite, und der Bireme (griechisch: διήρης), einem Kriegsschiff mit zwei Ruderreihen, vermutlich phönizischen Ursprungs. Als Schiff war sie schnell und wendig und wurde vom 7. bis zum 4. Jahrhundert v. Chr. zum dominierenden Kriegsschiff im Mittelmeerraum, bis sie weitgehend von den größeren Quadriremen und Quinqueremen abgelöst wurde. Triremen spielten eine entscheidende Rolle in den Perserkriegen, beim Aufbau des athenischen Seereichs und dessen Untergang im Peloponnesischen Krieg.

Konstruktion

Im Englischen wird nicht zwischen der griechischen Triērēs und der lateinischen Triremis unterschieden. Dies führt mitunter zu Verwirrung, da diese Begriffe in anderen Sprachen unterschiedliche Schiffstypen bezeichnen. Obwohl der Begriff heute fast ausschließlich für antike Kriegsschiffe verwendet wird, bezeichnen moderne Historiker auch mittelalterliche und frühneuzeitliche Galeeren mit drei Ruderreihen pro Seite als Triremen. Die Ruderanordnung dieser Schiffe unterschied sich jedoch erheblich, da das Wissen um die mehrstufige Struktur der ursprünglichen Triremen im Laufe der Spätantike verloren ging.

Design

Keine der erhaltenen schriftlichen Quellen liefert vollständige Informationen über die Konstruktion oder Form der Triere. Bereits im 4. Jahrhundert beklagte der Schriftsteller Zosimus den Verlust der Informationen über den Bau der Triere.[9] Es ist bemerkenswert, dass Historiker und Forscher mit dem Bau der Olympias im Jahr 1987 erkannten, wie entsetzlich die Bedingungen an Bord von Trieren tatsächlich waren. So musste die Olympias beispielsweise alle fünf Tage wegen des Gestanks des Schweißes von 170 Ruderern gereinigt werden. Man muss bedenken, dass diese modernen Ruderer Toiletten benutzten, vermutlich anders als die Ruderer der Antike.

Antrieb und Fähigkeiten

Der Hauptantrieb des Schiffes erfolgte durch die 170 Ruder (kōpai), die in drei Reihen angeordnet waren, wobei jedes Ruder von einem Mann bedient wurde. Thukydides belegt dies, indem er berichtet, dass die korinthischen Ruderer „jedes sein Ruder, Kissen (hypersion) und Ruderschlinge“ trugen. Das Schiff besaß außerdem zwei Masten, einen Hauptmast (istos megas) und einen kleinen Fockmast (istos akateios), mit Rahsegeln. Gesteuert wurde mit zwei Steuerrudern am Heck (eines an Backbord, eines an Steuerbord).

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